Im Flawiler Restaurant Park ist alles neu, alles besser – bloss die Säule nicht


Der Zürcher Jazz- und Boogie-Woogie-Pianist Chris Conz war am Montagabend als letzter Gast der Saison bei Monday Night Music. Nun ist Sommerpause – im November geht es mit neuen Konzerten weiter.

Alles neu macht der Mai. Ein neuer Wirt im Restaurant Park, das jetzt «La buona tavola». Neu ist auch die Sitzordnung im Konzert-Keller: die Bestuhlung wurde um 180 Grad gedreht. Besser ist nun die Akustik, besser der Sitzkomfort, intimer die Atmosphäre. Doch die Säule in der Mitte des Lokals steht immer noch – und wird es auch bleiben, sonst stürzt das Haus zusammen. Diese Säule mindert ein wenig den Sitz- und Sichtkomfort, doch hat man sich mit ihr längst arrangiert. Die neue Sitzordnung und das neue Mobiliar wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Nun gibt es keine «Runder-Tisch-Fraktion» und keine Mehrheit auf den «billigen» Plätzen mehr. Nun sitzen alle zusammen und nehmen die Säule in ihre Mitte. Ein Nebeneffekt der Umstuhlerei: Die Stammgäste müssen sich neue beste Plätze sichern. Jahrelang war jeder Stuhl unsichtbar markiert, bestimmte Gäste benutzten «ihren» Stuhl und beharrten auf diesem Platz. Und wehe, wenn jemand früher kam und es wagte, sich auf einen solchen Platz zu setzen.

Von Standards bis zu Improvisationen Der Zürcher Jazz- und Boogie-Woogie-Pianist Chris Conz war am Montagabend als letzter Gast der Saison bei Monday Night Music. Nun ist Sommerpause – im November geht es mit neuen Konzerten weiter. Im Flawiler Restaurant Park ist alles neu, alles besser – bloss die Säule nicht Michael Hug 22.5.2019, 05:00 Uhr Doch nun zum Konzert, dem letzten der Saison. Walter Baumann, der bewährte Programmverantwortliche, hatte zu diesem Abschluss eine kleine Grösse in der Schweizer Jazzszene geladen: den Pianisten Chris Conz mit seinen «Sidekicks» Mario Von Holten am Schlagzeug und Arno Schulz am Bass. Das Trio gibt es in dieser Zusammenstellung schon mehr als sechs Jahre, gemeinsam holte man sich 2013 den «Swiss Jazz Award». Conz’ Spektrum ist schmal und doch breit. Der 34-jährige Klavierspieler aus Uster spielt bevorzugt Jazz und Boogie Woogie, doch innerhalb dieser Stile bewegt er sich von Standards bis Moderne und Improvisation. Ebendies liess er durchblicken: es gab Jazzstandards zu geniessen und Boogie-Woogie- Läufe bis dem Pianisten schier die Finger abfielen. Einiges kannte man, was der Mann spielte, es waren Covers berühmter Vorbilder, anderes stammte von Conz selbst. Dabei wechselte er im Laufe des Abends munter den Stil. Er liess seine Zuhörenden bei Jazzballaden träumen und weckte dann sein doch stets wach gebliebenes Publikum mit einem schmetternden Boogie Woogie wieder auf. Schon als Kind übte sich Conz am Klavier, mit elf Jahren entschied er sich für den Blues-Stil Boogie Woogie. 2004 ergriff er mit erst 19 Jahren die Chance, nach dem Ausscheiden von Dave Ruosch bei «Terry & The Hot Sox» einzusteigen, was seiner Karriere massig Schub verlieh. Seit 2011 sammelt Conz fast jedes ungerade Jahr einen Preis: 2011 den Kleinen Prix Walo, 2013 den Swiss Jazz Award, 2017 den German Boogie Woogie Award. Zu Kopfe gestiegen ist ihm die Beachtung nicht. Im Konzert gibt er sich publikumsnah, plaudert mit Fans, stellt seine Stücke vor und weiss ab und an eine Geschichte dazu zu erzählen. Zu Ehren seiner Gastgeber schloss das Trio mit dem «Flawiler Boogie». Wiederum im Eventkeller Nach der etwas unsicheren Situation durch den Wirtewechsel im «Park» wird Monday Night Music seine 14. Saison am 4. November mit «Southmade» wiederum im Eventkeller des Restaurants durchführen. Der Verein sucht immer noch einen Ersatz für den aus Altersgründen zurücktretenden Programmverantwortlichen, ausserdem Helfer für die Tageskasse und Abendorganisation sowie einen Kommunikationsverantwortlichen.

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