Wünsch nach Hüpf burg und Frieden

3.1.2015

USTER Der Neujahrsempfang in Uster ist vielschichtig. Erst am Schluss wird angestossen. Zuvor richtet traditionell der Stadtpräsident einige Worte an die Bevölkerung. Dieses Jahr tat er dies mit Schülern der Primarschule Nänikon. 

 

Die Frage, weshalb man an den Neujahrsempfang Uster geht, ist nicht so einfach zu beantworten. Sicher kommen einige aus Traditionsgründen, weil «man» sich dort trifft. Einige wollen den Worten des Stadtpräsidenten — heuer zum ersten Mal Werner Egli — lauschen. Andere kommen wegen des Aperos, der, vom Quartierverein Kirchuster gereicht, immer wieder kulinarisch Hochstehendes bietet. Wieder andere kommen wegen des konzertanten Teils, der dieses Jahr von The Royal Rhythms, bestehend aus dem in Uster bekannten Chris Conz Trio und Moritz Schlanke, bestritten wurde. 

 

Vielfältige Kinderwünsche

Zehn Kinder der Primarschule Nänikon hatten aber einen ganz anderen Grund, am Neujahrsempfang zu sein. Sie hatten einen Auftrag. Sie mussten Stadtpräsident Werner Egli bei seiner Ansprache unterstützen - zumindest so formulierte es Egli selber. Sie durften von der Bühne aus ihre persönlichen Wünsche bekannt geben. Jemand wünschte Hüpfburgen für die Pausenplätze, weiter stehen ein Skaterpark und ein Schwimmbad für Nänikon auf dem Wunschzettel. Während ein Kind gerne mit dem iPad in der Schule arbeiten will, plante ein Junge den offiziellen Fussball der Fussball- WM in Russland ein. In Uster sollen weniger Felder überbaut werden, «weil ich dort gerne spiele», oder es soll weniger  Auto gefahren werden. Auch globale Wünsche fanden ihren Platz. So sollen sich die Drittweltländer weiterentwickeln, «damit es ihnen so gut geht wie uns». «Kein Krieg und keine kranken Menschen mehr» und «Gesund und in Frieden leben können» waren die zuletzt vorgetragenen Wünsche aus Kindermund. 

 

Zentrale Stadtentwicklung

«Wir haben in Nänikon noch einiges vor», meinte Egli schmunzelnd. Wahrscheinlich wird der Wunsch nach einem Schwimmbad kaum in Erfüllung gehen, da zuerst das Hallenbad Buchholz saniert werden muss. Weitere Punkte im Jahresrückblick Eglis waren die Planung des Schulhauses Krämeracker, der neue Anlauf für ein Restaurant am See oder die Verleihung des Sport- und erstmals des Kunstpreises in Uster. Bald soll der Kauf der Hälfte des Zeughausareals erfolgen, und «wie es bei der Strasse Uster West weitergeht, kann man noch nicht sagen », fasste er weitere Projekte zusammen, die Uster bewegen. Natürlich kam er nicht umhin, die Zentrumsplanung in Erinnerung zu rufen, und bat die Bevölkerung, aktiv an der Zukunft mitzuarbeiten, damit Uster in ein paar Jahren das geplante attraktive und lebendige Zentrum erhält.

 

Königlich rassige Rhythmen

Sodann kündigte Werner Egli The Royal Rhythms an. Eine ganz neue Musikformation, bei der das Chris Conz Trio für das Musikalische und Moritz Schlanke für den Gesang verantwortlich zeichnet. Während das Chris Conz Trio mit rasantem Boogie Woogie überzeugte, griff Schlanke auf Musik der 1920er und 1930er Jahre zurück. Er interpretierte bekannte Songs von Duke Ellington oder Frank Sinatra. So erlebte «Mack the Knive» ein Revival auf der Stadt hofsaalbühne, und mit «Hit the Road Jack» wurde derselbige in die Wüste geschickt. Mit «New York, New York» fand das Konzert seinen ersten Abschluss. Das Publikum hatte noch nicht genug und verlangte Zugaben. Stadtpräsident Werner Egli zeigte sich erfreut über die gute Stimmung, welche die vier in den Stadthofsaal zauberten, und empfahl, das Jahr ebenso beschwingt und mit viel Lachen  anzugehen. Sein Motto lautet: «Eifach ales es bire-bizzeli besser mache.»

 

Nachgefragt

 

«Ich spiele gerne vor Heimpublikum»

 

An Silvester in Arosa, heute in Uster. Macht es einen Unterschied, ob Sie «zu Hause» oder vor fremdem Publikum spielen?

Chris Conz: Nein, das macht keinen Unterschied. Ich spiele gerne vor Heimpublikum. Das weiss schon, was es erwartet, und reagiert dementsprechend. 

 

In Arosa spielten Sie mit Partyband, heute war es eher konzertant. Was liegt Ihnen mehr?

Beides hat seinen Reiz. Wenn das Publikum tanzt, spornt das mich und die Band zusätzlich an. Ist es ein Konzert, wird genau hingehört, was wiederum Animation ist, gut und abwechslungsreich zu spielen. Was mir nicht liegt, ist, als Hintergrundmusiker oder Salonmusiker aufzutreten. Das passiert aber mit Boogie- Woogie sowieso selten.

 

Wir stehen am Beginn eines neuen Jahrs. Was war für Sie das Highlight von 2014?

Da gehören sicher die vierten Boogie Nights in Uster dazu. Wenn man als Veranstalter und Musiker einen solchen Anlass organisiert und an zwei Abenden einen praktisch ausverkauften Saal hat, ist das beeindruckend. Zudem konnten wir 1500 Franken an die Stiftung für Kinder mit seltenen Krankheiten spenden und so mit unserer Musik Gutes tun.  

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