Fetzige Boogie-Klänge in der Rotfarb


Das Motto „Ray Fein and Friends“ sorgte am Samstag für eine bestens besuchte Rotfarb. Gutgelaunte Musiker sorgten im Kulturtreff mit Boogie-Woogie, Jazz und Swing für hervorragende Stimmung.

Seit rund fünf Jahrzehnten haut Raymond Fein in die Tasten. Zur Freude seiner Fans macht er dies jedoch nicht grobmotorisch, sondern spielt auf dem Piano gefühlvollen Boogie-Woogie. Zum Publikumsliebling mauserte sich Fein in den 1980er-Jahren gleichwohl als Fernsehmoderator, als er durch Sendungen wie «Traumpaar» führte. Der Musik hat er derweil nie den Rücken zugekehrt und so gastierte er am Samstagabend zum wiederholten Mal in einer äusserst gut besuchten Rotfarb in Uznach.

Er kann es noch

Wortlos aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht spazierte Fein zu Beginn des Konzerts auf die Bühne und zeigte stolz den Aufdruck auf seinem T-Shirt: «Grüezi Rotfarb!» Nachdem er dank dieser Aktion die ersten Lacher auf seiner Seite hatte, setzte er sich an sein E-Piano und solierte in Atem raubendem Tempo über eine Boogie-Woogie-Nummer. Soviel zum Thema, «ob er es wohl noch kann», richtete er sich an allfällige Kritiker. In der Rotfarb sassen in erster Linie Sympathisanten des Pianisten. Fein setzte aber nicht bloss auf Boogie-Woogie, sondern interpretierte mitunter mit Gastmusikern Rock and Roll im Stile von Jerry Lee Lewis oder liess auch Jazztöne erklingen.

Bald gesellte sich Feins Sohn Ruben zu seinem Vater auf die Bühne, um am Cajon, auf dem Vibraphon und der Percussion zu Glänzen. Der stark aufspielende Blues-Gitarrist Joe Schwach, Arno Schulz am Kontrabass und Marco von Holten am Schlagzeug traten ebenfalls immer wieder in Erscheinung. Sichtlich mit der dem Publikum und ihrem Zusammenspiel zufrieden, sorgten sämtliche Musiker für gute Stimmung. Zwischen den Songs unterhielt Fein immer wieder mit Witzen und Anekdoten, die über und nahe der Gürtellinie angesiedelt waren.

Conz brillierte

Regelmässig zog sich Fein aber auch ganz von der Bühne zurück, um seinen musikalischen Freunden völlige Freiheit zu lassen. Chris Conz, der zusammen mit Schulz und von Holten ein preisgekröntes Trio leitet, begeisterte mit seinem Spiel am Flügel. Mit dem Klassiker «Boogie Rocks» setzte das Conz Trio die Messlatte für sämtliche Musiker erneut höher. Herrlich swingend wurde etwa eine genüsslich Interpretation des Jazz-Evergreens «On the sunny side of the street», während das Publikum begeistert auf eine fast rockige Variante von Isaac Albeniz’ «Asturias» reagierte.

Fein und Conz liessen es sich natürlich nicht nehmen, sich in einem freundschaftlichen Wettstreit zu messen oder auch mal vierhändig den Flügel zu bedienen. In Anlehnung an die Wahlen in Deutschland demonstrierte Fein, dass die Töne A, F und D eher melancholisch wirken. Bei anderen Parteien, lasse sich nicht mal mehr die ganze Abkürzung intonieren. (Zürichsee-Zeitung)

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